Zwei Jahre sind vergangen, seit die Preisträger des Deutschen Präventionspreises 2008 sich über ihren Wettbewerbsgewinn freuen konnten. Wir haben nun bei den Preisträgern nachgefragt, um zu erfahren, was sich seitdem verändert hat.
Alle Kita-Leiterinnen berichten davon, dass ihnen und ihrer Präventionsarbeit nach der Auszeichnung eine große Wertschätzung und viel Aufmerksamkeit zuteil wurde - ob durch kommunale Träger, Eltern, Nachbarn oder die Presse.
Mit Hilfe des Preisgeldes konnten Räumlichkeiten umgebaut werden, andere haben Fortbildungen für ihr Team finanziert oder sich den Wunsch nach der Anschaffung spezieller Turngeräte erfüllt.

„Mit dem Preisgeld werden wir unsere neue Kita-Küche mitfinanzieren. Diese ist für uns besonders wichtig, da uns die gesunde Ernährung der uns anvertrauten Kinder sehr am Herzen liegt. Einmal pro Monat kochen wir gemeinsam mit Kindern und Eltern und lernen uns dabei gegenseitig besser kennen. Zusätzlich planen wir ein gemeinsames Wochenende mit Kindern und Eltern im kommenden Frühjahr.
Insgesamt klingt die Wertschätzung, die wir als Preisträger des Deutschen Präventionspreises erfahren haben, bis heute nach. Vorgesetzte, Kollegen, Kooperationspartner und Nachbarn sprechen uns ihre Anerkennung aus, Eltern sind stolz und genießen dies. Die Öffentlichkeit nimmt unsere Arbeit durch die Veröffentlichungen in der Presse viel positiver wahr. Und das ist sehr hilfreich für uns als Kita, in der so viele verschiedene Kulturen zusammenkommen.“
Yvonne Miller, Leiterin der Städtischen Tageseinrichtung für Kinder Daimlerstraße, Stuttgart

„Nachdem unsere Kita den Deutschen Präventionspreis 2008 gewonnen hatte, erreichten uns viele anerkennende Anrufe befreundeter Institutionen, wir bekamen interessierte Besuche aus der Nachbarschaft der Einrichtung und konnten uns über ein vermehrtes Spendenaufkommen freuen. Die Vertreter des Amtes für Jugend, Familie und Frauen, der Dezernent und der Stadtrat haben uns öffentlich belobigt. Auch die Eltern beglückwünschten uns zu unserer Arbeit und geben seitdem immer wieder per Mund-zu-Mund-Propaganda anderen Eltern den Tipp zur Anmeldung in unserer Kita.
Zurzeit planen wir, die Räumlichkeiten mit dem gewonnen Preisgeld baulich etwas zu verändern. Anschließend möchten wir weitere Ideen und Wünsche von Kolleginnen und Kollegen, Kindern und Eltern erfüllen.“
Gisela Göhlig, Leiterin der Kita Stettiner Straße, Bremerhaven

"Wir haben unsere Kita etwas umgebaut und planen nun, ein Highlight für den Bereich Bewegung oder auch Entspannung anzuschaffen. Dies könnte z.B. ein besonderes Turngerät sein oder auch ein Wasserbett im Snoezelbereich, das wir uns ohne das tolle Preisgeld nicht hätten leisten können.
Auffällig war, dass uns viele Eltern bei der Anmeldung Ihres Kindes direkt auf den Deutschen Präventionspreis angesprochen haben. Auch sind die Anmeldezahlen für neu aufzunehmende Kinder gestiegen. Auf fachlicher Ebene werden wir immer wieder bezüglich unseres Profils "Gesundheitsfördernde Kindertageseinrichtung" angefragt und wir erfahren eine große Wertschätzung unsere Projekte vor Ort – seitens der Eltern, unseres Trägers und auch unserer Kooperationspartner. Das alles hat sich positiv auf die Motivation der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zur Weiterführung der konzeptionellen Arbeit ausgewirkt."
Susanne Müller, Leiterin der Kindertagesstätte Sonnenhaus, Hamm

„Unsere Einrichtung befindet sich auf dem Weg zum anerkannten Bewegungskindergarten. Um die Bewegungsmöglichkeiten für die Kinder zu optimieren, haben wir einen großen Teil des Preisgeldes für Änderungen im Außengelände eingesetzt. Des Weiteren investierten wir einen Teil des Geldes auch in Fortbildungen für das gesamte Team zum Thema “Selbstbestimmung und Beteiligung in der Kita”.
Besonders gefreut hat uns neben der finanziellen Unterstützung auch die große öffentliche Anerkennung, die sich in hohem Maße motivierend auf unsere weitere Arbeit in der Gesundheitsförderung für die von uns betreuten Kinder und Familien auswirkt.“
Nassim Navvabi, Leiterin der Kita Mittendrin, Aachen