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Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung



Deutscher Präventionspreis 2010

Gesund aufwachsen – Ganzheitliche Gesundheitsförderung von Heranwachsenden in der Sekundarstufe I

Die Zeit des Heranwachsens ist für Kinder und Jugendliche von entscheidender Bedeutung. Nach und nach lernen sie, ihr Leben selbst zu bewältigen. Hierfür müssen sie sich und andere verstehen lernen, sie brauchen vielfältige Kompetenzen, aber auch Ideen und Anregungen für gesunde Lebensstile. Schulen kommt hier eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe zu.

Der Deutsche Präventionspreis 2010 wurde für vorbildliche Ansätze der Gesundheitsförderung und Prävention in der Sekundarstufe I vergeben, um erfolgreiche Arbeit zu würdigen und bekannt zu machen. Diese dient als Vorbild und Motivation für andere, die sich für gesunde Lebenswelten engagieren.

Ausgezeichnete Gesundheitsförderung zu Gast beim Tag der offenen Tür des Bundesgesundheitsministeriums

Berlin, 22. August 2010. Mit stürmischem Applaus wurde der Zwergentanz der Berliner Herman-Nohl-Schule auf dem Tag der offenen Tür des Bundesgesundheitsministeriums belohnt. Während ihre Mitschülerinnen und Mitschüler die Zuschauerschar mit selbstgemachten Obstspießen verwöhnten, zeigten die Kinder der Preisträgerschule des Wettbewerbs 2010, zu welch artistischen Vorführungen sie in der Lage sind. Kurz darauf präsentierten die älteren Schülerinnen und Schüler der Integrierten Gesamtschule Göttingen mit ihrem Zirkus „Halt die Luft an" einen Auszug aus ihrem Programm – von Diabolonummer bis zu einer Choreographie zu Cats. In dem erlebnispädagogischen Projekt erhalten Kinder unterschiedlicher Altersstufen eine Chance, sich anders zu erleben, Erfolg zu haben und sich zu bewähren.

Was die Preisträgerschulen des Deutschen Präventionspreises 2010 für die ganzheitliche Gesundheitsförderung ihrer Schülerinnen und Schüler leisten, diskutierten die Schulleiterin Ilona Bernsdorf und der Projektlehrer Wilhelm Heuchel im Anschluss mit Projektleiterin Dr. Eveline Maslon, Abteilungsleiterin bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

„Ich war am Anfang ganz schön aufgeregt, aber als die Menschen geklatscht haben, war ich stolz", berichtet ein kleiner Zwerg nach seinem Auftritt. In den Gesichtern der Eltern war zu sehen, dass es ihnen ganz ähnlich erging.

 

Zum Wettbewerb

In 2010 wurden Wettbewerbsbeiträge angenommen, die zeigen, wie Schulen der Sekundarstufe I die Entwicklung der körperlichen, geistigen und seelischen Fähigkeiten ihrer Schülerinnen und Schüler bewusst und systematisch fördern, sie bei der Bewältigung ihrer alterstypischen Entwicklungsaufgaben unterstützen und die dafür wichtigen Aspekte umsetzen.


Flyer Deutscher Präventionspreis 2010

Informationen rund um den DPP 2010
PDF-Dokument, 2 Seiten

Download PDF (319,5 KB)

Dazu gehört, dass Kinder und Jugendliche

  • sich und andere verstehen lernen und zu sozialem Miteinander befähigt werden,
  • darin unterstützt werden, die für die Bewältigung ihres Lebensalltags nötige soziale Kompetenz erwerben zu können,
  • in ihrem Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl als Persönlichkeit gestärkt werden,
  • darin unterstützt werden, sich als Jungen und Mädchen selbst wahrzunehmen,
  • Herausforderungen und Erfolge erleben, mit denen sie sich ernst genommen fühlen,
  • in die Lage versetzt werden, mit schwierigen Situationen umzugehen, Stress zu vermindern und zu bewältigen,
  • lernen, mit Konflikten gewaltfrei umzugehen,
  • gesunde Lebensstile kennen lernen wie z.B. gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung oder im Umgang mit Drogen. Dazu gehört auch ein achtsamer Umgang mit dem eigenen Körper.

Schulen sollen

  • Kinder und Jugendliche in ihren Stärken und Fähigkeiten systematisch fördern,
  • alle Kinder und Jugendlichen einbeziehen und die jeweils besonderen Anforderungen und Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund, mit Behinderung oder mit sozialer Benachteiligung wahrnehmen,
  • die Eigeninitiative und das soziale Engagement der Kinder und Jugendlichen fördern,
  • Strategien zur Lösung von Problemen wie Mobbing oder Schulverweigerung entwickeln.

Die Fachjury achtet darüber hinaus darauf, ob die teilnehmenden Schulen

  • Eltern in ihr Schulkonzept einbeziehen,
  • sich mit Kooperationspartnern vernetzen,
  • Gesundheitsförderung in ihr pädagogisches Konzept integrieren,
  • ihre Aktivitäten zur Gesundheitsförderung auf Dauer anlegen,
  • die Erreichung ihrer Ziele überprüfen und dokumentieren.

Diese und weitere Informationen finden Sie in den Teilnahmebedingungen.

Preisverleihung

Wie engagiert und innovativ die Schulen darin sind, die Entwicklung ihrer Schülerinnen und Schüler zu fördern, zeigen die Beiträge der über 400 Bewerberschulen, die sich am Wettbewerb beteiligt haben. 13 Schulen haben es bis in das Finale geschafft. Die 6 Preisträgerschulen wurden am 15. Juni in Berlin bekanntgegeben und von Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler ausgezeichnet.
Für die Fortführung ihrer herausragenden Projekte zur Präventionsarbeit erhält jede Preisträgerschule ein Preisgeld von 15.000 Euro.
zu den Preisträgerschulen
Übersicht aller nominierten Schulen

Praxisbeispiele

Nach Abschluss des Wettbewerbs wurden aus allen eingereichten Beiträgen nachahmenswerte Beispiele zur Gesundheitsförderung ausgewählt. Diese guten Beispiele finden Sie ab sofort zum Nachlesen in der Dokumentation zum Wettbewerb und auf dieser Website. Wenn Sie als Lehrerin oder Lehrer ein Praxisbeispiel besonders interessiert oder Sie Fragen haben, nehmen Sie gerne Kontakt auf. Unter jedem Praxisbeispiel finden Sie eine Ansprechperson, die Ihnen gerne von ihren Erfahrungen berichtet und Tips für die eigene Umsetzung gibt.
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